Achtung: Schwindel
Anstatt endlich schonendere Waldbewirtschaftung
einzuführen, erschließen die Holzfirmen immer neue ungenutzte
Gebiete. Die nachhaltige und kontrollierte Bewirtschaftung ihrer schon
genutzten Wälder wirft weniger Profit ab als der Raubbau in Urwäldern.
Um davon abzulenken, versuchen viele Holzfirmen und Politiker immer wieder,
die öffentlichkeit mit Falschinformationen zu beruhigen.
Behauptungen
+ Gegenargumente:
Nur der Kauf von Tropenholz erhalte den
Wert des Waldes, der ansonsten abgebrannt würde.
Die vielfältigen Waldprodukte sind
für die Menschen vor Ort meist viel wertvoller als das Holz. Nach
der Holzernte ziehen viele Firmen weiter, die neugeschaffenen Arbeitsplätze
gehen wieder verloren - und der frühere Lebens- und Wirtschaftsraum
ist dauerhaft zerstört.
Urwald- oder Regenwaldzerstörer
seien vor allem Kleinbauern und arme, hungrige Menschen.
Die Holzwirtschaft öffnet in vielen
Ländern den Wald - so daß Kleinbauern erst nachrücken können.
Politische Umstände, wie die fehlende Landreform in Brasilien, drängen
Bauern in den Wald. Darüber hinaus zerstören Holzunternehmen
Urwald auch in reichen Ländern, wie in den USA oder in Kanada.
Die Holznutzung erfolge nach dem Prinzip
der Nachhaltigkeit und sei somit umweltverträglich.
Dies ist leider die Ausnahme. Noch immer
stammen über 90% der Tropenhölzer aus Raubbau am Regenwald -
und es werden deshalb ständig neue Urwälder erschlossen.
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