Was ist
Raubbau?
Raubbau am Wald betreibt, wer diesen durch
unangepaßte Nutzung beschädigt oder gar zerstört. Als Raubbau
wird auch bezeichnet, wenn der Wald beispielsweise gegen den Willen der
Bewohner von Holzfirmen genutzt wird (soziale Unverträglichkeit).
Dies geschieht in Sarawak (Malaysia), in Kamerun und in brasilianischen
Indianergebieten - wo u.a. wertvolle Hölzer gestohlen werden oder
der Lebensraum von Waldvölkern, wie Penan und Pygmäen, zerstört
wird.
Selbst das Fällen einzelner Urwaldriesen
durch selektiven Holzeinschlag kann dem Regenwald großen Schaden
zufügen. Es werden zwar nur wenige Bäume pro Hektar geschlagen,
doch durch den Einsatz schwerer Maschinen, den Straßenbau und unsachgemäße
Fällarbeiten wird oft die Hälfte des Waldes zerstört. Wertvolle
Hölzer wie Mahagoni und Palisander werden übernutzt und drohen
auszusterben. Raubbau wird auch in nordischen oder borealen Waldzonen betrieben.
Dort werden Wälder immer noch großflächig kahlgeschlagen.
... und
was ist nachhaltige Waldbewirtschaftung?
Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung soll
alle Funktionen und die Arten- bzw. Strukturvielfalt des Waldes erhalten
und vor allen Dingen die Bewohner an der Wertschöpfung teilhaben lassen.
Kahlschläge und Chemieeinsatz verbieten sich und die Holzernte beschränkt
sich im allgemeinen auf bereits genutzte Wälder oder Aufforstungen.
Wichtig ist dabei auch der Schutz großer
Urwaldgebiete, die für den Erhalt der Artenvielfalt und die Beobachtung
der natürlichen Waldentwicklung unerläßlich
weiter
|