Wald und Mensch
Der Mensch nutzt und verändert Wälder
seit Jahrhunderten auf vielfältige Weise: (Brand-) Rodung durch Kleinbauern,
für Agrar- und Holzplantagen, Energieprojekte, Bergbau und industrieller
Holzeinschlag. Früher gab es auch bei uns große Probleme mit
der Waldbewirtschaftung: damals war nicht bekannt, was der Wald verträgt
und daß es sinnvoll wäre, ihn zu erhalten. Die Nutzung überstieg
die Regenerationsfähigkeit des Ökosystems: es wurde zerstört.
Heute sind die Zusammenhänge bekannt und wir bemühen uns, den
Wald in Deutschland so zu behandeln, daß er gedeiht.
In manch anderen Ländern konnte sich diese Einsicht noch nicht durchsetzen.
Verantwortungslose Geschäftspraktiken sowie die fehlende soziale und
politische Korrektur des Nutzungsverhaltens haben enorme Auswirkungen.
Dazu gehören der Niedergang der Regenwälder oder die Erschließung
und Zerstörung vieler bislang industriell wenig genutzter Waldgebiete
der borealen Zone. Klimaänderungen, Bodenerosion und überschwemmungen
sind die Folge. Jahr für Jahr sterben ungezählte Tier- und Pflanzenarten
aus.
Der Holzeinschlag spielt hier häufig
eine besondere Rolle: Er öffnet den Wald mit seinen Straßen
und entwertet ihn durch das Abschlagen der alten und wertvollsten Bäume.
Vor allem die letzten großen Urwaldgebiete sind heute durch den Holzeinschlag
und nachfolgende "Entwicklung", wie Zuwanderung, am stärksten bedroht.
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