Einführung  Raubau  |  Zertifizierung  |  Indigene Völker  |  Verbreitung  |  Ökologie  
 Alternativen  |  Aktuelles  |  Suche  |  Links  |  Newsletter  |  Kontakt  |  Foren
Indigene Völker - was geht das uns an?
Während sich bei uns langsam die Erkenntnis durchsetzt, daß unsere Lebensweise zukünftigen Generationen kaum eine Zukunft läßt, werden weltweit indigene Völker ausgerottet, die seit Jahrhunderten in ihrem Lebensraum leben konnten, ohne diesen zu plündern.

In Zentralafrika streiten sich derzeit Holzkonzessionäre um das Recht, in Zaire und dem Kongo den Lebensraum der Pygmäen durch verheerenden Holzeinschlag zu zerstören. Japanischer Holzhunger hat in einem rasenden Tempo die Wälder Südostasiens verwüstet, u.a. Lebensgrundlage der Penan, der Dajak und anderer. Dort wurde unter Scheinwerferbeleuchtung auch nachts gearbeitet. In Brasilien lassen militärisches Machtkalkül, ehrgeizige Entwicklungspläne und unkontrollierte, aber durchaus geplante Siedlerströme den Indianervölkern, wie den Yanomami, keine Chance auf selbstbestimmte Entwicklung oder Lebensgestaltung.

Dabei nennen wir unser System zivilisiert und messen mit unserem Maßstab Entwicklung. Ist aber eine Gesellschaft, die für das "Tagesgeschäft" einen unverantwortlichen Energie - und Rohstoffumsatz mit weltweitem Raubbau benötigt, höher entwickelt, als eine Yanomami-Gemeinschaft, die "von der Hand in den Mund lebt" - also von dem, was ihre Umwelt dauerhaft hergeben kann? Ist eine arbeitsteilige Gesellschaft, in der Menschen im stumpfsinnigen Produktionsprozess krank werden, so viel erstrebenswerter als eine Kultur, in der jede/r das gesamte Inventar des täglichen Gebrauchs selbst und vollständig herstellen kann?

Eigenständige Kulturen mit eigener Sprache, Lebensweisheit, Denkart, und auch dem Wissen um schonende Regenwaldnutzung werden ausgerottet. Wissenschaftler beklagen sich jetzt schon, daß alles verschwinden könnte, bevor sie es untersuchen können. Welche Fragmente der bei den Penan, den Pygmäen oder den Yanomami vorhandenen Weisheit werden im zukünftigen täglichen Leben weiterbestehen können?

Quelle:  Pro REGENWALD e.V.
Frohschammerstr. 14, 80807 München
Tel: 089-359 8650, Fax: 089-359 6622
e-mail: prmunic@amazonas.comlink.apc.org


Seitenanfang | Home Suche | eMail | Foren | Impressum

Weitere Seiten des UmweltschutzWeb-Netzwerks:

UmweltschutzWeb.de | Umweltschutz-NEWS.de | Umwelt-Kids.de | Artenschutz.ifo

© 2000 - 2003 by Christoph Schneider  - Regenwald-Bereich des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks