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Forest Stewardship Council - FSC:
Auch in Zukunft: Gegensätze, die nicht zusammen wollen?
Im Januar 1997 war es soweit: es sollte auch bei uns eine nationale Arbeitsgruppe des FSC (Forest Stewardship Council) gegründet werden. Diese Arbeitsgruppe wird nach den Vorgaben des internationalen Dachverbandes mit Sitz in Mexiko den Zertifizierungsprozeß in Deutschland vorantreiben.

Schon vor einigen Jahren haben sich Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Unternehmen und Einzelpersonen im FSC zusammengeschlossen. Ziel war, allgemeingültige Richtlinien zur Beurteilung von umwelt- und sozialverträglicher Forstwirtschaft zu erarbeiten und für deren internationale Umsetzung Sorge zu tragen.

Ergebnis dieser Arbeit sind bisher 10 allgemeine Prinzipien und Kriterien, die in den einzelnen Ländern durch die nationalen Arbeitsgruppen den regionalen Begebenheiten angepaßt und konkretisiert werden sollen.

Dem FSC beigetreten sind bisher über 160 Mitglieder, unter ihnen Umweltverbände wie Greenpeace, Friends of the Earth und der WWF mit 14 Ländergruppen sowie Gewerkschaften wie der Internationale Bund der Waldarbeiter. Auf Seite der Industrie finden sich Unternehmen wie B & Q, die größte Baumarktkette in Großbritannien, oder IKEA.

Die Mitglieder treffen sich alle drei Jahre zu einer Versammlung, wo sie einen neun-köpfigen Aufsichtsrat wählen. Die Tagesgeschäfte führt zur Zeit Dr. Tim Synnott, der Exekutivdirektor mit einem Stab von MitarbeiterInnen in Oaxaca, Mexiko.

Der FSC kontrolliert die Wälder, deren Holz mit einem Zertifikat verkauft werden soll, nicht selbst. Die Organisation legt nur die allgemeinen Prinzipien fest. Für die Kontrolle vor Ort sind private überwachungsfirmen, die sogenannten "Zertifizierer", zuständig. Sie müssen detaillierte Beurteilungs-Richtlinien aufstellen, nach denen sie in Zukunft arbeiten wollen und können sich dann vom FSC als "Zertifizierer" anerkennen lassen. Will eine Holzfirma das begehrte Label, muß sie sich von einem Zertifizierer prüfen lassen.

Falls Umweltorganisationen nun von mißbräuchlicher Zertifizierung erfahren, können sie sich beim FSC-Büro in Mexiko beschweren. Dort wird der Fall geprüft. Das Beschwerdeverfahren ist aufwendig und Umweltverbände erhalten keine Aufwandsentschädigung für ihren Beitrag.

Weitere Details folgen.

Quelle:  Pro REGENWALD e.V.
Frohschammerstr. 14, 80807 München
Tel: 089-359 8650, Fax: 089-359 6622
e-mail: prmunic@amazonas.comlink.apc.org


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